Drei Frauen erwarten das Ende. Bis es aber so weit ist, muss alles gut vorbereitet sein, sie versuchen sich an Abschiedsreden, schwanken zwischen Pathos und Abgeklärtheit, und dazwischen braucht es natürlich immer wieder ein beherztes »Cheers«. Die Auflösung von allem steht kurz bevor, sie wünschen sich, was sie am meisten fürchten: das Ende. Denn erst das Ende verleiht der Existenz einen Sinn. Oder ist das Ende der Welt längst da? Nach und nach wird klar: Die drei Frauenstimmen sind Abspaltungen eines einzelnen sterbenden weiblichen Körpers. Gefangen in einem Bett und im Hungerstreik, wird dieser polizeilich bewacht. Die Realität verliert ihre gewohnte Zeitlichkeit.
Die chilenische Autorin und Regisseurin Manuela Infante erzählt in Wie alles endet von dem Endzeitgefühl, das unsere Gegenwart so stark prägt. Mit ihrem feinen Sinn für die Verknüpfung großer philosophischer Fragen und mit sprachlich virtuoser Poesie zeichnet sie in Wie alles endet ein vielschichtiges...