Uraufführung: Jörn Klares Monolog Melken

Jörn Klares Monolog Melken wurde am 17. November in der Regie von Hasko Weber, in einem Doppelabend mit Judith Schalanskys Der Hals der Giraffe, am Nationaltheater Weimar uraufgeführt.

»In spartanisch sachlichem Gestus zeigt Weber die Psychogramme zweier aus der Zeit gefallener DDR-Fossile, Menschen wie Du und ich. Ihre Seelen-Sektion erzeugt weder Mitleid noch Sympathie. Aber sie wirbt um Verständnis. So entspinnt sich ein nötiger, drangvoller dreistündiger Abend, der durch seine dramatische Verdichtung besticht.« (Thüringische Landeszeitung, 19.11.2016)


Jörn Klare, geboren 1965, schreibt Features, Reportagen (u.a. für Deutschlandfunk und Die Zeit), Sachbücher und Theaterstücke. Klare hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Viel diskutiert wurden seine Sachbücher Was bin ich wert? Eine Preisermittlung (Suhrkamp, 2010) sowie Als meine Mutter ihre Küche nicht mehr fand. Vom Wert des Lebens mit Demenz (Suhrkamp, 2012). 2016 erschien Nach Hause gehen: Eine Heimatsuche (Ullstein Verlag), eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat, für das er 2017 den Evangelischen Buchpreis erhielt. Im selben Jahr wurde sein Monolog Melken zu den Berliner Autorentheatertagen eingeladen.
Jörn Klare, geboren 1965, schreibt Features, Reportagen (u.a. für Deutschlandfunk und Die Zeit), Sachbücher und Theaterstücke. Klare hat zahlreiche...
Autorenfoto zu Jörn Klare

Stücke


Ein alter Mann sitzt auf gepackten Koffern am Fenster seines Hauses. Das Dorf im Osten der Republik, in dem er sein Leben als Melker verbracht hat, soll er verlassen und zu seiner Adoptivtochter in...