Wolfram Hölls neues Stück Drei sind wir wurde am 20. Februar am Schauspiel Leipzig in der Regie von Thirza Bruncken uraufgeführt.
Ein junges Paar träumt davon, nach Kanada zu gehen. Doch dann erwartet es ein Kind, das wegen einer schweren Form von Trisomie vielleicht nicht lebend geboren werden wird. Als das Kind zur Welt kommt, lebt und »anders ist«, halten die beiden an ihrem Traum fest. Mit Frühling, so der Name des Jungen, begeben sie sich in die unbekannte Ferne.
»Höll schrieb ein Stück über die Zeit und den Raum, über das Leben in und mit der Natur und schildert dabei eine Familie in einer Ausnahmesituation. Auch Drei sind wir lebt – wie alle Stücke – stark von Hölls sinnlich präziser Sprache, die mit Wiederholungen und Sprachspielereien arbeitet und Sprach- und Satzfetzen montiert.« (Deutschlandfunk, 22.2.2016)
»Unter d(ies)em Aspekt des Ringens mit dem Tod erscheint die Inszenierung schlüssig. Aus dem schicksalhaften leeren, aber hermetischen Bühnenraum gibt es kein Entrinnen. Die Tür, mehrfach einen Spalt geöffnet, erscheint wie ein magischer Vorhang.« (nachtkritik, 20.2.2016)